Der Verein damals und heute

Im September 1920 traf sich ein Dutzend Herren in Baden, um einen Verein zu gründen, der den ältesten jüdischen Friedhof der Schweiz retten sollte. Finanzielle Mittel waren für die Grabstätte, die an der Hauptstrasse zwischen Endigen und Lengnau liegt, dringend nötig. Es ging darum, dieses einzigartige Kulturgut zu erhalten, um künftigen Generationen weiterhin Zeugnis abgeben zu können. In den letzten 100 Jahren kümmerte sich der Verein um die Instandhaltung beider Synagogen im Surbtal und die Pflege des Friedhofs. Priorität hatte auch immer der kulturelle Beitrag am Leben im Surbtal. Bis heute unterhält und inventarisiert der Verein zur Erhaltung der Synagogen und des Friedhofs Endingen-Lengnau 2737 Gräber und zählt 208 Mitglieder im In- und Ausland.

Verein und Friedhof
in Zahlen

Gründungsdatum: Sonntag, 20. Januar 1920 um 14.30 Uhr | Anzahl Vereinsmitglieder heute: 208 (59 Frauen und 149 Männer) | Anzahl Präsidenten: 7 | Anzahl Gräber total: 2737 (alter Friedhofsteil: 2575; neuer Friedhofsteil: 162) | Nicht identifizierte Steine: 270 | Anzahl Frauen: 1441 | Anzahl Männer: 1296 | Kinder: 680 (ein Viertel) | Das älteste Grab: «Aisik», gestorben 1752 (Nr. 20-6) | Grabsteine von der Judeninsel im Rhein: Todesdaten 1674 bis 1748 | Das erste Grab im neuen Friedhofsteil: Marie Horn, gestorben 1972 | Grösstes Grab: Josua Marx Guggenheim, gestorben 1867 (Nr. 14-135) | Kleinstes Grab: unbekannte Person aus Endingen. Gestorben 1824 (Nr. 16-58) | Erstes Doppelgrab: Nathan und Sara Bollag, gestorben 1759 | Erstex Dreifachgrab: Berta Wyler, gestorben 1870, Hulda Bollag, gestorben 1870, Paulina Wyler, gestorben 1870 (Nummern 13-69 / 13-70 / 13-71) | Fläche Friedhof: 48,64 Aren.