Willkommen

Der Verein zur Erhaltung der Synagogen und des Friedhofs Endingen-Lengnau leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung des jüdischen Erbes im Surbtal. Sein Anliegen ist es, dieses Erbe auch für künftige Generationen zugänglich und sichtbar zu machen.  
Obwohl die Nachfahren der jüdischen Familien im Surbtal heute nicht nur in der ganzen Schweiz leben, sondern sich in der ganzen Welt niedergelassen haben, fühlen sie sich aufgrund der Tradition immer noch stark mit der Region verbunden. Für viele sind fast 400 Jahre Familiengeschichte bis in die Gegenwart prägend und stiften Identität auch für die Zukunft. Mit über 200 Mitgliedern kann der Verein auf eine breite Unterstützung zählen.

Eine Verantwortung bis heute

Jüdisches Leben ist im aargauischen Surbtal seit Anfang des 17. Jahrhunderts belegt. Bis ins 19. Jahrhundert sind die beiden Dörfer Endingen und Lengnau die einzigen Orte in der Schweiz, wo sich Juden seit Beginn der Neuzeit dauerhaft niederlassen durften. Noch heute nehmen diese beiden Orte in der Geschichte der Juden in der Schweiz einen zentralen Platz ein. Der Friedhof und der Verein tragen dieser Geschichte Rechnung.

Zeugnisse der Vergangenheit

Der Friedhof ist für Juden eine ewige Ruhestätte, jüdische Gräber dürfen nie eingeebnet werden. Durch die Inschriften auf den Gräbern und die verschiedenen Namen für den Friedhof drücken jüdische Menschen ihren Glauben an die Auferstehung aus. Der Friedhof ist für Juden ein sehr wichtiger Ort in ihrer Gemeinschaft, weswegen es zu den prioritären Aufgaben einer jüdischen Gemeinde gehört, einen Friedhof anzulegen und zu unterhalten. Trotzdem muss der Friedhof ausserhalb der Gemeinde liegen, da er nach jüdischer Tradition als unrein gilt. Das Judentum kennt als Bestattungsart gemäss Halacha, dem jüdischen Religionsgesetz, nur die Erdbestattung.